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Wellness-Trend in Unternehmen statt ganzheitlicher Stress-Prävention


Wellnessangebote wie Yoga-, Meditations- oder Achtsamkeitskurse boomen in Unternehmen, kosten viel, bringen aber meist wenig. Mit diesen kosmetischen Massnahmen wollen Unternehmen die Zunahme an stressbedingten Ausfällen und Unfällen bekämpfen und zugleich ihre Mitarbeitenden zufrieden - und ruhig - stellen. Prof. Purser hat den Trend pointiert als McMindfulness bezeichnet (Mindfulness = Achtsamkeit). Klar gehört das individuelle Stressmanagement dazu, die ineffektiven Copingstrategien sind aber nie der einzige und selten der Hauptgrund dieser Zunahme. Statt Symptombekämpfung müssen Unternehmen an den systemischen Hauptursachen arbeiten, sich in ihrer Führung, Prozessabläufen und Zweckmässigkeit ihrer Ziele kritisch hinterfragen und zur Entwicklung der wertschätzenden Firmenkultur grundlegende und nachhaltige Lösungen erarbeiten, und dies verbindlich: z.B. Führungsassessment und -wechsel bzw. -entwicklung, Prozessaudits, Fokus der Unternehmensführung auf Stakeholder statt nur Shareholder, Verzicht auf kurzfristiges Profitdenken gepaart mit systematischen Präventionsmassnahmen wie ganzheitliches BGM und Job-Stress-Analysis. Dieser Artikel erläutert die Kritik an Quick-Fix orientierten Unternehmenswellness, die von Prof. Manfred Kets de Fries (INSEAD) und Prof Katharina Balazs (ESCP Europe) aus ganzheitlicher Perspektive begründet wird.

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